Lac de Cap de Long

Über Arreau und Saint-Lary-Soulan folgen wir der D 929 durch ein immer enger werdendes Tal Richtung spanischer Grenze bis wir Fabian auf 1142 m erreichen und uns weiter Richtung Lac de Cap de Long orientieren.

Wir verlassen die Straße zum Tunnel von Bielsa und die nächsten 13,5 Kilometer führt eine schmale, rauhe und wilde Straße hinauf zu den Stauseen des Lac d´Aumar, Lac d´Oredon, Lac d´Aubert und des Lac de Cap de Long. Selbst mit dem Auto geht es in zahlreichen Windungen und Serpentinen merklich anstrengend berauf. Auf über 2161 m üNN erreichen wir die Staumauer des Lac de Cap de Long. Der Lac de Cap de Long ist mit einer Tiefe von 60 m und einer Fläche von 110 Hektar der größte Stausee in den Hautes-Pyrénées. An der über 100 m hohen Staumauer für das Volumen von 63 Mio. m 3 wurde von 1950 bis 1953 gebaut. Allein der Bau der 13,5 Kilometer Straße von Ort d` Aragnouet im Tal von Saint-Lary / Arreau bis zum Cap de Long dauerte schon zwei Jahre (1947 – 1949).

Der Blick von der kraftvoll doppelt geschwungenen Staumauer, der sich hier oben dem Betrachter bietet, lohnt die Mühen der Auffahrt. Azurblaues klares Wasser des Stausees eingebettet in einen Felsenkessel mit kräftiger grüner Vegetation. In den schroffen Felswänden sind selbst jetzt im September noch letzte Schneefelder erkennbar.
Eine fast meditative Stille unterstreicht dieses Panorama im Plateau de Néouvielle.

Auch diese Auffahrt zum Lac de Cap de Long und seinen benachbarten Stauseen Lac d´Aumar, Lac d´Oredon und Lac d´Aubert ist ein herausfordernder Anstieg, der als Bergankunft bei unserer nächsten Tour de France fest im Etappenplan eingeplant ist.