Cirque de Troumouse

Über Luz-Saint-Sauveur der D 921 folgend Richtung Gavarnie gelangen wir vorbei am Wasserkraftwerk in Pragneres nach Gedre auf 1030 m. Hier zweigt kurz hinter dem Ort eine schmale steile Straße zum Cirque de Troumouse ab.

Der nun beginnende Aufstieg auf der D 922 zum Cirque de Troumouse führt nach einigen kurzen knackigen Serpentinen in das Gave de Héas genannte Tal. Zunächst führt uns die nun kurvenlose Straße entlang eines Bachlaufs stetig steigend mehrere Kilometer in das tief eingeschnittene Tal, bevor es kurz vor der Talöffnung noch einmal für ein kurzes Stückchen steiler wird, und wir auf ca. 1300 m den Abzweig zum Stausee Lac de Gloriettes (1670 m) passieren.

Von nun an fahren wir in einem breiten Hochtal bis zur kleinen Ansiedlung Notre Dame de Héas und weiter bis zur Mautstelle in Héas auf 1540 m. Da wir unseren Ausflug am späten Nachmittag unternahmen, konnten wir die gebührenpflichtige Straße direkt ins Zentrum der Hochebene kostenlos nutzen.

Zahlreiche Serpentinen führen vorbei an frei weidenden Schafen und unzähligen Murmeltierbauten auf ein Hochplateau mit einen einsamen Restaurant (1809 m). Eine weitere Abfolge von Serpentinen führt schließlich direkt in den weitläufigen Bergkessel Cirque de Troumouse. Über 30 Kehren sind ab der Mautstelle bis zum Parkplatz auf 2103 m zu bezwingen.

Erst jetzt entfaltet sich für das Auge das ganze beeindruckende Naturpanorama. Der Cirque de Troumouse ist der größte und weitläufigste der drei Talkessel des Pyrenäen Nationalparks, der wie sein wesentlich bekannterer Nachbar der Cirque de Gavarnie, ebenfalls von zum Teil über 3000 m hohen Grenzbergen nach Spanien abgeschlossen wird.

Die Stille in diesem fast vegetationslosen Felsenkessel wird nur durchbrochen von dem vereinzelten Geläut frei grasender Kühe und dem Pfiffen der Murmeltiere. Der Cirque de Troumouse ist ein herausfordernder Anstieg und ist als Bergankunft bei unserer nächsten Tour de France fest im Programm eingeplant.