Luz-Saint-Sauveur

Wer über den Col du Tourmalet möchte kommt zwangsläufig nach Luz-Saint-Sauveur, entweder wenn der Weg zur Passhöhe noch vor den Rädern liegt oder der Pass von Saint-Marie-de-Campan kommend bereits erklommen wurde.

Und so wurde Luz-Saint-Sauveur mit seinen ca. 1000 Einwohnern schon über 70 mal vom Peleton durchfahren und im Jahr 1985 sogar einmal Startort einer Tour de France Etappe.

Gelegen zwischen dem Barèges- und dem Gavarnie-Tal am Fuße der großen Gletscherkessel war Luz im Mittelalter die Hauptstadt des damals unabhängigen Toy. Von der langen Geschichte zeugen noch heute die Ruinen des Château de Saint-Marie, früher Wohnsitz der Lehnsherren von Bigore, die sich auf einem Fels oberhalb der Stadt befinden. 
 
Sehenswert ist auch die im späten 12. Jahrhundert erbaute Kirche Saint-André im Zentrum von Luz-Saint-Sauveur. Der burgähnliche Charakter entstand durch die Verstärkung im 14. Jahrhundert durch zwei Türme und die sie umgebende Zinnmauer.

Neben den viele alten Häusern mit Mamorgiebeln, die den lieblichen Charme dieser auf 700 m Höhe gelegenen kleinen Stadt bilden, bietet Luz-Saint-Sauveur noch weitere Sehenswürdigkeiten.

Ein architektonisches Highlight ist die weiter flussaufwärts gelegene Pont Napoléon, die über den Gave du Pau führt. Erbaut 1861 im Auftrag von Napoléon III zeugt sie von der damaligen Bedeutung des naheliegenden Thermalbads Saint-Sauveur. Früher beliebter Kurort seiner Frau Eugénie und anderer hochgestellter Persönlichkeiten damaliger Zeit. Noch heute sorgt die in der Ära Napoleon III. errichtete Therme von Saint-Sauveur für Erholung und Entspannung. Hier beginnt in unmittelbarer Nähe auch der Anstieg der Hors Catégorie nach Luz-Ardiden.