Col d`Aspin [West]

Tour: Bagnères-de-Bigorre – Col d`Aspin – Bagnères-de-Bigorre
Höhe: 1489 m üNN
Strecke: Bagnères-de-Bigorre – Aste – Campan – Sainte-Marie-de-Campan – Seoube – Payolle – Col d`Aspin – Payolle – Seoube – Sainte-Marie-de-Campan – Campan – Bagnères-de-Bigorre

Col d`Aspin – In Bagnères-de-Bigorre (567 m) startet unsere Tour auf den Col d´Aspin. Mit 1489 Metern ist er der Kleinste in der Riege der klassischen Tourpässe, neben den legendären Tourmalet und Aubisque. Im Vergleich ist der Col d'Aspin eher lieblich denn mächtig und weist auf der Westauffahrt bei 12,4 Kilometern Länge auch nur eine Steigung von durchschnittlich 5,2 % auf. Er verbindet das Aure- mit dem Adour-Tal.

Über Gerde und Aste (604 m) folgen wir der D 935 bis Campan (660 m), bekannt für seine lebensgroßen Strohpuppen, die einen von Balkonen, aus Fenstern oder auf Bänken sitzend lautlos mit einem “Allez allez” anzufeuern scheinen. Vorbei an einzelnen Höfen fahren wir weiter durch das enger werdende “Vallee de Campan” bis Sainte-Marie-de-Campan, wo wir ein wenig Tourgeschichte schnuppern. Am Ortseingang befindet sich die Gedenktafel zu Ehren Eugène Christophe, der in der alten Schmiede seinen legendären Gabelbruch während der Tour 1913 reparierte.

Die eigentliche Auffahrt von der Westseite auf den Col d'Aspin beginnt an der Kirche in der Ortsmitte von Sainte-Marie-de-Campan. Aus dem Ort heraus folgen wir nun der D 918 und dem Flüßchen Adour de Payolle und wie die meisten Passstraßen der Pyrenäen weist auch der Col d'Aspin eine sehr radfreundliche Besonderheit auf. Die Strecke ist alle 1000 m mit Höhenangabe und Entfernung zum Pass, durchschnittlicher Steigung auf dem nächsten Kilometer sowie aktueller Höhenangabe beschildert.

Die ersten Kilometer führen zunächst, für einen Col unüblich, nur sehr leicht ansteigend durch das “Valle d'Adour”. Bei 1,5 bis 3,5 % Steigung rollt es sich noch leicht Richtung Passhöhe. Die Straße führt uns weiter über das Plateau des Coumes und am See des Wintersportorts Payolle vorbei bis wir nach ca. 8 km das kleine Dorf Espiadet (123 m) am Fuße eines Steinbruchs erreichen. Erst hier schlängeln sich etliche Serpentinen auf einer Länge von 5 Kilometern mit 6 bis 9 % Steigung durch dichten Wald den Berg hinauf.
 
Kurz vor der Passhöhe verlassen wir den Schatten spendenden Wald aus Kiefern und finden uns auf einem großen, freien grasbewachsenen Platteau wieder. Empfangen von frei weidenden Kühen die gerne als Hintergrundkulisse für das obligatorische Gipfelfoto posieren, bietet der Pass eine sehr guten Aussicht in das “Vallee d’Aure” mit den Serpentinen der Ostauffahrt aus Richtung Arreau.

Nach kurzem Genuß des beeindruckenden Panoramas der umliegenden Berggipfel, Pic de l'Arbizon, Monte Perdido und dem freien Blick auf den Pic du Midi de Bigorre, rollen wir wieder locker berab Richtung Bagnères-de-Bigorre. [©2009]

Bildergalerie Col d`Aspin